Startseite
  Archiv
  Dämmerung
  Der längste Weg
  Left 4 Dead
  Überall und nirgendwo
  Gästebuch

Webnews



http://myblog.de/kentorio

Gratis bloggen bei
myblog.de





Warum Männer Fußball gucken...

Vielleicht werden einige männliche Exemplare des Homo Sapiens aufschreien, wenn ich jetzt von Fußball spreche, aber ich habe mir heute das Finale der Frauenfußballweltmeisterschaft in China zwischen Deutschland und Brasilien angeschaut und möchte dies als Anlass nutzen, um einigen Unwissenden zu verdeutlichen, was an Fußball denn so toll ist.

Ja, Frauenfußball!

Das Spiel war während der ersten Hälfte geprägt von Unsportlichkeiten und vergebenen Chancen aufseiten der Brasilianerinnen und endete in einem 0:0. Bis dato waren die Brasilianerinnen die klar besseren Spielerinnen und dominierten das Spiel, bis auf einige einzelne Chancen der Deutschen, weitestgehend. Meine Gefühlslage während der ersten Hälfte lässt sich relativ gut mit aggresiv-aufgewühlt beschreiben, vorallem nach dem Pfostentreffer von Daniela in der 24. Minute.

Die Wende des ganzen kam dann in der 52. Minute, nach schönem Kombinationsfußball und Vorlage von Smizek traf Birgit Prinz zum 1:0 für Deutschland. Ab diesem Punkt pendelte sich meine Gefühlslage zwischen verzweifel und glücklich ein. Meine Nerven wurden extremst strapaziert und die Spannung erreichte ungeahnte Höhen, da die Brasilianerinnen durch starkes Pressing und starke Technik versuchten, den Ausgleich zu erreichen.

Lautes stöhnen machte sich in der Kneipe breit, als Cristiane im deutschen Strafraum von Linda Bresonik zu Fall gebracht wurde und die Schiedsrichterin auf den Elfmeterpunkt zeigte. Alle hielten den Atem an, als Marta anlauf nahm, um den Ball ins Tor zu befördern. Die Luft stand still, keine kleinste Bewegung war im Raum zu hören. Die Spannung war nervenzerreißend und kaum auszuhalten. Der Adrenalinpegel schoß in die Höhe und brach in einem einzigen Schwall aus Jubelschreien nach draußen, als Nadine Angerer in die rechte Ecke hechtete und den Ball hielt.

Vorbei war es jedoch noch lange nicht. Spannungsgeladen stand ich von meinem Sitzplatz auf und stellte mich den Fernseher, die Hände zum Gebet verschränkt und vors Gesicht geführt. Mir gehen die Worte aus, um dieses Gefühl zu beschreiben, aber man spürt es selten. Zum letzten mal habe ich es bei der Fußballherrenweltmeisterschaft 2006 gespürt.

Die große Erleichterung kam, als Simone Laudehr in der 86. Minute mit einem klassenischen Kopfballtor den WM-Titel sicherte.

 

Ich sehe, ich habe weitestgehend versagt, zu erklären, WARUM Fußball so toll ist. Tatsache ist einfach nur, das solch ein Fußballkunstück, wie es heute von diesen zwei Manschaften gezeigt wurde, einfach atemberaubend ist. Die Spannung und die Magie dieses Spiels geht unter die Haut. Dieses Spiel verbindet Menschen, jeder Mensch auf der Welt spricht seine Sprache. Es geht um Technik, Herz, Ehre, Teamgeist und Spielfreude. Fußball ist etwas wunderbares.

Für mehr Fußball in unserer Welt! 

30.9.07 21:42
 


bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)



 Smileys einfügen



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung